Hunderassen

In Deutschland wurden viele Jahre überwiegend Schäferhunde zu BBH (v.a. Blindenführhunden) ausgebildet. Zwischenzeitlich geht dieser Trend mehr in Richtung Retriever und Collies.

Labrador und Golden Retriever eignen sich vielfach sehr gut für die Arbeit als BBH. Sie haben die notwendige Größe und Kraft, sind menschenfreundlich (wenn auch mit einem Hang zur Aufdringlichkeit). Je nach Zuchtlinie arbeiten diese Hunde gerne, sind meist gut zu motivieren und nicht zu aufgedreht. Sie erreichen vielfach ein hohes Lebensalter und sind auch mit 8 Jahren noch nicht „alt“.

Collies (Langhaarcollies) sind ihrem Menschen gegenüber sehr loyal, freundlich aber zurückhaltend Fremden gegenüber, sehr sensibel und arbeiten gerne. Jedoch neigen sie zur Scheuheit und dazu gerne „zu reden“.

Schäferhunde sind ihrem Menschen gegenüber sehr loyal, arbeiten gerne und lernen schnell. Jedoch kann ihnen ihr Schutztrieb und die Gesundheit das Leben als BBH erschweren.

Pudel sind klassische BBH. Sie lernen sehr schnell, binden sich sehr eng an ihren Menschen und sind gut zu motivieren. Allerdings sind sie Fremden gegenüber bisweilen sehr misstrauisch. Bei Groß-(oder Königs-)-pudeln kann ein ausgeprägter Jagdtrieb erschwerend hinzu kommen. Das pflegeintensive Fell benötigt täglich intensive Beschäftigung.

Havaneser sind zwar körperlich klein, arbeiten aber sehr gerne und sind ihrem Menschen gegenüber sehr loyal. Sie sind vielfach gute Diabetikerwarnhunde und mit ihrer geringen Größe auch in kleineren Wohnungen, von ältere Menschen oder Kinder zu führen.

Es gibt noch weitere Rassen, derzeit sind auch „Edel-Mischlinge“, sog. „Designer-Dogs“ sehr in Mode. Hierzu zählen Labradoodle & Goldendoddle (normal, groß und mini), der Aussiedoodle, Puggle (Beagle-Mops), Maltipoo (Malteser-Pudel), Cockerpoo (Spaniel-Pudel). Für diese Hunde gilt letztlich das gleiche wie für einen „Ein-Rasse-Hund“: die sorgfältigen Auswahl der Elterntiere (Charakter & Gesundheit der Eltern, Großeltern und idealerweise auch Urgroßeltern) und eine liebevolle, kompetente Aufzucht der Welpen sind mindestens genau so wichtig wie das Training an sich.

Selbstverständlich gibt es auch unter den Mischlingen“ geeignete Hunde. Entscheidend ist die sorgfältige Auswahl, Aufzucht und ein fachkundiges Training mit viel Zeit für die individuelle Entwicklung.