Emotional-Support-Dog

MIT EINFÜHRUNG DES ASSISTENZHUNDEGESETZES IN DEUTSCHLAND (im Juli 2021) HABEN WIR DIE AUSBILDUNG UND (freiwillige) PRÜFUNG VON ESA-DOG-TEAMS VORÜBERGEHEND BEENDET! Sobald es neue Informationen gibt, werden wir dies überdenken und ggf. wieder aufnehmen. 

 

Emotional Support Animal / Dog

Ein Emotional Support Dog (ESD = Unterstützerhund bei emotionalen Unsicherheiten) unterstützt seinen Menschen im Alltag in belastenden Situationen. Im Unterschied zum PTBS Assistenzhund lernt der ESD häufig keine „klassischen“ Assistenzleistungen. Er unterstützt durch seine Anwesenheit und seine bedingungslose Loyalität zu seinem Menschen, bei Bedarf lernt der ESD „klassische“ Assistenzleistungen wie Notfallmedikamente holen, Abstand schaffen, Blocken, Stützen beim Gehen…. Der ESD unterstützt eine Therapie des Betroffenen, kann diese aber nicht ersetzen. Ein ESD ist KEIN Schutzhund, der durch Bellen oder Knurren fremde Menschen auf Abstand hält!

Typische Erkrankungen für einen Emotional Support Animal:

* spezifische und unspezifische Ängste                         * Depression

* Panikattacken                                                                  * bipolare Störung / Gemütsstörung,

* Burnout-Syndrom / BoreOut-Syndrom                     * Phobien

* andere psychologische und emotionale Erkrankungen

Typische Aufgaben:

* Aufmuntern / zum rausgehen motivieren                    * Panik unterbrechen

* an einen ruhigen Ort führen                                          * an Medikamente erinnern

* Hilfe/Unterstützerpersonen holen                                 * wecken

* immer und überall dabei sein und so Sicherheit vermitteln

Ausbildungsformen:

* begleitete Ausbildung                                                  * Fremdausbildung

Ausbildungsdauer: ca. 12 – 24 Monate, mit einem Welpen / Junghund ca. 18-24 Monate

geeignete Rassen:

* typische Gesellschaftshunderassen wie Coton de Tulear, Cavalier King Charles Spaniel, Pudel, Boston Terrier,…

* alle Hunde und Mischlinge, die keinen ausgeprägten Trieb (Jagd,- Schutz,- Territorial,- Hüte,- Beute,- oder Meutetrieb) haben

Ein ESD muss eine vor allem einen engen Bezug zu seinem Menschen haben, grundsätzlich freundlich sein, eine hohe Reizschwelle und eine hohe Toleranz mitbringen und sehr gut sozialisiert sein. Er sollte eher unterwürfig sein, im Notfall aber selbstbewusst genug eigene Entscheidungen zu treffen.

Bei Ausbildungsbeginn sollten die Hunde nicht älter als 3 Jahre sein.

Voraussetzungen: 

* Empfehlung des behandelnden Facharztes

* Tierliebe der gesamten Haushaltsangehörige

* Ein menschliches Netzwerk, dass sich bei Verhinderung um den Hund kümmert.

Kosten:

In Abhängigkeit von Ausbildungsform und Anforderungen liegen die Kosten für einen ESD bei ca. 2.500,- € bis zu ca. 18.000,- €

In Einzelfällen übernimmt die Krankenkasse bzw. der Rententräger einen Teil der Kosten.

BESONDERHEIT:

Mit in Kraft treten des neuen ASSISTENZHUNDEGESETZES (§§12e ff BGG) ÄNDERT sich für den ESA Dog und seinen Menschen einiges. So hat der ESA Dog, auch schon in der Vergangenheit meist nur geduldet KEINE Zutrittsrechte, Mitnahmerechte oder sonstige Sonderrechte! Ein ESA Dog ist, rein rechtlich ein gut ausgebildeter Familienhund, der „zufällig“ bei einem Menschen mit emotionalem oder psychischen Unterstützungsbedarf lebt.